Kandidaten für Amadeus Awards veröffentlichtErstellt am 1.7.2010 [admin]
Am Donnerstag präsentierten die Organisatoren die Nominierten für den österreichischen Musikpreis, den Amadeus Award. Der Überraschungshit ‚Kabinenparty‘ vom oberösterreichischen Hip-Hop-Sänger Skero könnte bei der elften Ausgabe der Preisverleihung gleich drei der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen.
Neben den Machern des Partyliedes dürfen sich auch die Elektropop-Band Bunny Lake und die Indie-Gruppe Ja, Panik über jeweils drei Nominierungen freuen. Überraschend kamen diese Namen bei der Pressekonferenz wohl für keinen Kenner der heimischen Musiklandschaft. Die Vergabe der Amadeus Awards findet am 16. September, erstmals in der Wiener Stadthalle statt. ‚Wir wollen den Amadeus auf das nächste Level heben und die Stadthalle ist ein starkes Signal dafür‘, so Hannes Eder, Universal-Chef und Präsident des Verbandes der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI).
Im Vorjahr wurde die Preisverleihung völlig umgekrempelt. Nunmehr entscheidet eine Fachjury aus Branchenkennern und Musikjournalisten über die Nominierungen, nicht mehr die Verkaufszahlen der Alben. ‚Eine Neuerung ist jedoch, dass der jeweilige Bestseller in einem Genre als Fixstarter dabei ist‘, erklärt Eder. Mögliche Kandidaten müssen aus Österreich stammen oder hierzulande als Musiker tätig sein, um für den Preis in Frage zu kommen. Ausgezeichnet werden die Künstler in Kategorien wie ‚Pop/Rock‘, ‚Electronic/Dance‘ aber auch ‚Schlager‘ so wie viele mehr. ‚Wir wollen den heimischen Musikschaffenden nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch die größtmögliche Bühne bieten‘, so der Universal-Boss.
Die große Siegerin im Vorjahr, Anna F., könnte heuer einen Award in der Kategorie ‚Album des Jahres‘ mit ihrem Debüt-Werk ‚For real‘ abräumen. Weiterer Anwärter auf diese begehrte Auszeichnung ist die Indie-Pop-Band Garish mit ihrem fünften Album ‚Wenn dir das meine Liebe nicht beweist‘. Skeros ‚Kabininenparty‘ ist neben ‚1994‘ von Bunny Lake und ‚Alles hin, hin, hin‘ von Ja, Panik für den ‚Song des Jahres‘ nominiert. Die Hörer des Radiosenders FM4 durften aus einer Liste von 35 Kandidaten, wie beispielsweise Marilies Jagsch oder House-DJ Parov Stelar den Gewinner des FM4-Awards auswählen. Wer in diesem Jahr die Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Selbst Falco könnte 12 Jahre nach seinem Tod noch mit einem Amadeus Award geehrt werden. Sein posthum erschienenes Werk ‚The Spirit Never Dies‘ hat ebenso Chancen auf den Preis wie Liedermacher und Schriftsteller Ernst Molden, Bauchklang oder die Sofasurfers. Wer tatsächlich am 16. September eine Trophäe einheimst, darf in den nächsten zehn Wochen das Publikum im Internet bestimmen. ‚Wir haben bereits 2009 gemerkt, dass Online gar nicht so übel ist‘, sagt Eder. ‚Deshalb erwarten wir uns durch die verstärkte Kommunikation rund um die Awards dieses Jahr noch mehr Publikum.‘
Der Privatfernsehsender Puls4, der seit 2008 die Show im TV ausstrahlt, wird auch heuer die Verleihung aus der Stadthalle zeitversetzt übertragen. ‚Seit dem Relaunch 2009 sind die Amadeus Awards auf einem guten Weg und wachsen stetig weiter‘, freut sich Puls4-Geschäftsführer Markus Breitenegger. ‚Es ist eine Ehre für uns, wieder dabei sein zu dürfen.‘ Die TV-Station erhofft sich einen Markanteil von über 2,4 Prozent, also über dem durchschnittlichen Zuschauerschnitt des Fernsehsenders. Im Vorjahr sahen 139.000 Zuschauer die Sendung und deren Wiederholungen. Ein Anliegen von Breitenegger war es, die Auszeichnung ‚verstärkt als TV-Show‘ auszurichten und kompakter zu gestalten, ‚ohne dabei künstlerische Abstriche zu machen‘.
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