ESC 2014: Conchita Wurst singt Österreich ins Finale

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News, CSM Music Tipps

Conchita WurstGestern Abend fand in Kopenhagen das 2. Semifinale des Eurovision Song Contests (ESC) statt und Österreich ging mit einer der wohl umstrittensten Künstlerinnen die wir jemals hatten an den Start. Während im Vorfeld immer wieder laute Kritik an der Kunstfigur Conchita Wurst zu hören war, konnte die Wurst gestern Abend alle Widersacher eines Besseren belehren, denn Österreich wird am Samstag mit der James Bond angehauchten Ballade ‚Rise Like A Phoenix’ fix im Finale des ESC zu sehen und zu hören sein.

Aber nicht nur der Finaleinzug allein gibt dieses Jahr Hoffnung wirklich ganz vorne mitsingen zu können, sondern auch die Tatsache das Conchita Wurst mittlerweile als absolute Top-Favoritin des diesjährigen Events gehandelt wird. Allein das offizielle Video zum Song wurde auf Youtube bereits über 3,5 Millionen Mal angesehen. Unsere letzte Kandidatin Nadine Beiler die es 2011 das letzte Mal mit ‚The Secret Is Love’ ins ESC-Finale schaffte, erreichte gerade mal ein wenig über eine halbe Million Klicks.

Bereits am Vorabend des 2. Semifinales wurde international Stimmung für den österreichischen Act gemacht. So hat auch Stefan Raab in seiner TV Total Show dazu aufgerufen für die ‚bärtige Frau’ zu voten. Aber auch die Frankfurter Allgemeine konnte nur lobende Worte für die Wurst finden, denn ‚die glamouröse Ballade ragte aus den oft langweiligen Beiträgen des zweiten Halbfinales heraus’. Darüber waren sich auch auf Twitter viele einig.

Neben Conchita schafften es aber auch noch neun andere Kandidaten ins Halbfinale. Der sensible Wikinger Carl Espen aus Norwegen mit dem Song seiner Cousine ‚Silent Storm’, die Trampolin-hüpfenden Griechen mit ‚Rise Up’, aber auch die Schweizer mit ihrem pfiffigen Song ‚Hunter of Stars’. Für Rumänien geht das Duo Paula Seling & OVI mit dem Song ‚Miracle’ an den Start. Auf Twitter schrieb ein User darüber: ‚Süß, wie sich die Schwerhörigen die Nachricht von dem Wunder gegenseitig ins Ohr brüllen’.

Die Slowenen werden die Hexenkessel-rührende Tinkara Kovac mit ‚Round and Round’ ins Finale senden und die Finnen setzen mit der Boyband Softengine auf The-Killer-lastige Beats. Auch Malta wird mit dem doch sehr unspektakulären Act Firefighter ebenfalls im Finale singen dürfen. Die Weißrussen setzen in diesem Jahr ganz auf den ‚Cheesecake’, der ein wenig psychodelisch auf der Bühne rotierte. Der zehnte Finalteilnehmer ist Donotan & Cleo aus Polen, die mit ihrer Softporno-artigen Performance doch eher nur peinliche Berührung auslösten, aber das hat für das Publikum wohl gereicht, um am Samstag noch einmal die prallbusige Polin die Wäsche schrubben zu lassen.

Auf jeden Fall halten wir Conchita Wurst fest die Daumen und das nicht nur, weil wir seit Jahren keinen so guten Song Contest Beitrag mehr zu bieten hatten, sondern weil auch wir für Toleranz stehen!

Bild: © ESC (Screenshot)

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