50. Todestag von Edith Piaf im Wiener Volkstheater

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News, CSM Music Tipps

Morgen jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Edith Piaf die wohl weltweit größte französische Chansonsängerin. Maria Bill, seit Jahrzehnten eine etablierte Chansonniére in Österreich und der Schweiz, wird zur Ehren von Edith Piaf morgen im Wiener Volkstheater noch einmal den ‚Spatz von Paris’ aufleben lassen. Natürlich wird Bill keinen der größten Erfolge Piafs auslassen, so kann sich das Publikum auf Gänsehaut-Feeling bei Milord, La vie en rose, Non, je ne regrette rien oder Padam Padam freuen.

Edith Piaf wurde am 19. Dezember 1915 in Paris geboren und von Beginn an war ihr Leben von Leid und Dramatik geprägt. Verlassen von ihrer Mutter wuchs sie bei ihrer Großmutter auf, die sie fast verhungern ließ. Ihr Vater rettete sie vor dem Hungertod und brachte sie bei seiner Mutter in einem Wanderzirkus unter. Bereits mit zehn Jahren sang sie auf der Straße und kämpfte nicht nur mit dem Milieu, sondern auch mit der Alkoholsucht ihres Vaters.

Mit 15 Jahren floh sie von ihrem Vater und versuchte ihr Glück auf den Pariser Straßen, wo die 1,47 Meter große Sängerin auch ihren Spitznamen ‚La môme piaf’ (der kleine Spatz) erhielt. Mit Unterstützung von Raymond Asso gelang ihr dann der große Durchbruch in Europa und es folgten unzählige Schallplatten. In den Jahren des zweiten Weltkriegs blieb sie in Paris, wo sie Konzerte für Kriegsgefangene gab, denen sie außerdem auch mit gefälschten Arbeitserlaubnissen zur Flucht verhalf. In den darauffolgenden Jahren verfiel sie zunehmend den Drogen und dem Alkohol.

In den 1950er Jahren unterhielt Piaf eine Liebesbeziehung zum wesentlich jüngeren Chansonsänger Georges Moustaki der für sie ‚Milord’ textete und ihr damit den größten Hit bescherte. Im Jahr 1962 heiratete sie dann den um zwanzig Jahre jüngeren Sänger Théo Sarapo der sie bis zum Schluss begleitete. Die schwerkranke Piaf wurde im Sommer 1963 nach Plascassier gebracht wo sie dann am 10. Oktober verstarb. Man behielt jedoch vorerst Stillschweigen über ihr Ableben, da man den Leichnam noch nach Paris bringen wollte.

Ihre damalige Sekretärin erzählte später über den Transport nach Paris: ‚Die Krankenschwester und Theo waren im Krankenwagen. Wären wir angehalten worden, hätten wir gesagt, sie sei gerade gestorben – unterwegs. Sie musste einfach in Paris sterben. Für sie gab es keine andere Möglichkeit. Sie hätte es mit Sicherheit so gewollt.’ Als sie am 11. Oktober 1963 in Paris eintrafen wurde sogleich ihr Arzt geweckt der sich dazu bereit erklärt hatte einen falschen Totenschein auszustellen. So wurde sie offiziell am 11. Oktober 1963 um 08.00 Uhr in Paris für tot erklärt. 400.000 Menschen begleiteten Edith Piaf zur ihrer letzten Ruhestätte in der auch ihr Mann und ihre mit zwei Jahren verstorbene Tochter begraben liegen.

Wer morgen Abend noch nichts vor hat sollte sich unbedingt noch Tickets für diese einmalige Hommage an Edith Piaf sichern – hier geht es zur Kartenreservierung.

Bild: © APA

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