Bob Dylan meldet sich mit ‚Tempest’ zurück

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Im Jahr 1962 veröffentlichte Bob Dylan sein erstes Plattenalbum und jetzt, 50 Jahre später, meldet sich der Altmeister der Folk-, Rockmusik und Lyrik mit seinem neuen Album Tempest zurück. Mit der neuen Platte geht er vor allem auf die Zeit seiner musikalischen Anfänge zurück und zeigt sich damit von seiner besten Dylan-Manier. Es dreht sich alles um die Fragen der Liebe, des Todes, die Lust und des Lasters. Insgesamt finden sich 10 Songs mit Komponenten aus Blues, Folk und Country auf dem 35. Studioalbums von Dylan, das mit Titeln bis zu 14 Minuten Länge aufwartet. Die Musik auf dem neuem Album entspricht nicht der heutigen Definition von ‚cool’, sondern fasziniert durch seine Entführung in eine ‚Prä-Rock-Ära’ mit seiner Eindringlichkeit den Musiklauschenden vollkommen in eine andere Welt zu entführen, die unter anderem Lebensphilosophische Fragen mit denen der Liebe vereint.

Bob Dylan wurde am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmermann im US-amerikanischen Bundesstaat Minnesota geboren. Er beherrscht nicht nur das Gitarrenspiel, sondern fühlt sich auch auf der Mundharmonika, der Orgel und dem Klavier zu Hause. Nicht ohne Grund gilt er als einer der bedeutendsten und wichtigsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Seine ersten musikalischen Schritte ankern in der Folkmusik, der er auch bis heute treu geblieben ist. Vor allem Woody Guthrie, einer der bekanntesten Vertreter dieser Stilrichtung, war ein großes Idol für Dylan. Bei der Songauswahl bediente er sich vorerst vor allem an Coverversionen aus rechtlich freien Liedern, die einen Erzählcharakter aufwiesen. Erst als er im Jahr 1961 seine große Liebe Suze Rotolo kennenlernte setzte er sich auch mit Gesellschaftskritischen Themen auseinander. Aus dieser Beziehung entstanden auch die Songs ‚Don´t Think Twice’, ‚It´s All Right’, ‚Boots Of Spanish Leather’ und ‚Ballad in Plain D’.

Durch seine Lieder polarisierte er zunehmend und in der Folkszene wusste man nicht so recht, was man mit Dylan anfangen sollte, denn er ordnete sich nicht in die Reihe ein, sondern brach an allen Ecken aus. Er spaltete die Menschen um sich herum, die einen waren vollen Lobes, die anderen wiederum prangerten seinen Stil an.

Wenige Jahre später folgte eine kreative Krise und er präsentierte seinem Publikum elektrisch verstärkte Musik, die keinen Anklang fand. Bei einem Konzert 1966 warf man ihm sogar ‚Verrat’ an der Folkmusik vor und betitelte ihn als ‚Judas’. Während dieser Tournee wurde es beinahe zu Usus Dylan und seine Band auf der Bühne auszubuhen. Dylan reagierte jedoch nach Außen hin gelassen und forderte seine Band auf noch lauter zu spielen.

Nach einem Motorradunfall im Juli 1966 zog er sich dann acht Jahre fast vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück. In dieser Zeit entstand unter anderem auch das Countrylastige Album Nashville Skyline, dass er zusammen mit Johnny Cash aufnahm. Diese Platte zählte bis dahin zu einem seiner größten ‚kommerziellen Erfolge’. Es folgten weitere erfolgreiche Alben wie zum Beispiel Blood on the Tracks (1975), Desire (1976), Infidels (1983), World Gone Wrong (1993), Modern Times (2006) aus denen großartige Lieder wie ‚Like a Rolling Stone’, ‚Just Like a Woman’, ‚Lay Lady Lay’, ‚Knockin´ on Heavan´s Door’ ‚Hurricane’ und noch viele mehr hervor gingen.

Bild: © Columbia Records

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