Das war der Echo Jazz 2012

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Gestern feierte der Bundesverband Musikindustrie eine erfolgreiche dritte Verleihung des Echo Jazz in der Gläsernen Manufaktur Dresdens. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Dr. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI, der in seiner Eröffnungsrede auf die aktuelle Urheberrechtsdebatte verwies: ‚Es geht um mehr als ein Recht – es geht um die Kultur, es geht um Werte und wie wir damit umgehen wollen. Kunst und Kultur werden wesentliche Treiber in einer Re-Definition der europäischen Gesellschaft sein‘. Zum Abschluss zitierte er noch Arnold Schönberg: ‚In der Kunst geht es nicht ums Können, es geht ums Müssen‘. Durch den Abend führte der Schweizer TV-Moderator Dieter Moor der so gleich an die Eröffnungsrede anschloss: ‚Die Menschen erkennen wieder den Wert des Echten. Plötzlich sagt man Fair Trade statt Geiz ist geil‘.

Die diesjährige Veranstaltung wurde vor allem durch einige emotionale Momente geprägt, wie die Hommage an Esbjörn SvenssonTears For Esbjorn‚ vom Pianisten Iiro Rantala und Schlagzeuger Magnus Oestrom. Der Echo Jazz für ‚Instrumentalist des Jahres – Piano‘ ging verdient an Rantala, der den Preis von Nils Landgren empfing. Landgren zollte dem Pianisten große Anerkennung: ‚Iiro ist wie ein Ferrari, der sich in einen Smart verwandeln kann‘.

Der Award für den besten Sänger des Jahres ging an Götz Alsmann, der den Preis vom Chanson-singenden Clueso entgegen nahm. Seinen besonderen Dank richtete Alsmann an den 1998 verstorbenen Hans Joachim Kulenkampff, denn der Schauspieler und Fernsehmoderator holte Alsmann 1967 in seine Quiz-Sendung ‚Einer wird gewinnen’, wo er durch ‚Natalie’ seine Liebe zum Chanson entdeckte.

Der Echo Jazz in der Kategorie ‚Instrumentalist des Jahres für besondere Instrumente’ ging an Pascal Schumacher für das Vibraphonspiel ‚Bang My Can’. Überreicht wurde der Preis wohl von dem humorvollsten Laudatoren-Paar des Abends nämlich von Sascha Eigner und Nicholas Müller von der Band Jupiter Jones. Als beste Sängerin des Jahres national wurde Jasmin Tabatabai ausgezeichnet. Den Preis übergab ihr ihre Schauspielkollegin Katja Riemann. Am späteren Abend überzeugte Tabatabei dann mit ihrem Live-Auftritt zu ‚Kann denn Liebe Sünde sein?’, welcher von einem beeindruckenden Saxophonsolo von David Klein begleitet wurde.

Bild: © Felix Broede

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