EU-Schutzfristenverlängerung wird positiv bewertet

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Gestern war es nun offiziell so weit, die EU verabschiedete die neue Richtlinie zur Verlängerung der Leistungsschutzfristen von bisher 50 auf nun 70 Jahre. Dieser Schritt stößt vor allem bei den Verbänden auf großen Zuspruch. Frances Moore, IFPI-Chefin kommentierte den Schritt in einer ersten Stellungnahme als ‚Sieg der Fairness – die Verlängerung verkleinert die Kluft zwischen Europa und internationalen Geschäftspartnern und verbessert die Bedingungen für die Newcomer-Förderung’. Insgesamt hatten in Europa 38.000 KünstlerInnen die Petition zur Fristenverlängerung unterstützt.

Auch Placido Domingo, jüngst zum neuen IFPI-Chairman ernannt, sieht die Entscheidung als eine ‚großartige Neuigkeit für alle Künstler’. Durch die neue Regelung werden nun Newcomer von einer höheren Investitionsbereitschaft und auch bereits bestehende erfolgreiche Künstler durch die länger anhaltende Einnahmequelle profitieren. Durch das digitale Zeitalter ist dieser Aspekt besonders wichtig.

Die britischen Verbände BPI, the Musician´s Union, PPL und AIM kommentierten gemeinsam die neue EU-Richtlinie: ‚ein enorm positiver Schritt für alle in der britischen Musikwirtschaft, von den Fans über die Künstler und Studiomusiker bis hin zu Produzenten und Labels’. Geoff Taylor, BPI-CEO in seiner Stellungnahme weiter: ‚Diese wichtige Entscheidung kommt keine Sekunde zu früh. Eine außergewöhnliche Generation britischer Musiker stand kurz davor, ihre Rechte zu verlieren. Unsere Musiker müssen von ihrer Kreativität profitieren, solange sie am Leben sind und dürfen im Vergleich zu anderen Ländern nicht benachteiligt werden’.

Auch die Indie-Verbände begrüßten den Schritt der EU: ‚Die Lücke zwischen den USA (in den USA liegt die Schutzfrist für die Leistungsschutzrechte an Tonaufnahmen sogar bei 95 Jahren) und den anderen Territorien wird nun enger und das ist ein entscheidender Schritt, der Europa ermöglicht, von seiner führenden Rolle in der Kreativwirtschaft weiter zu profitieren’, so Helen Smith, Executive Chair von Impala. Vor allem unabhängige Künstler undMusikunternehmen können durch die Anpassung stark profitieren. ‚Damit sendet die EU ein deutliches Signal, dass sie die Rechte der Kreativen ernst nimmt’.

Bild © by IFPI

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