Warner Music muss künftig abspecken

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Nach der Warner-Übernahme von Leonard ‚Len’ Blavatnik wartet nun auf den Musikmajor ein vom neuen Eigentümer selbst verordnetes Abspeckprogramm, denn der Konzern soll in den kommenden zwei Jahren nun 50 bis 65 Millionen Dollar einsparen.

Unter anderem sollen auch Stellenkürzungen von dem Sparpaket betroffen sein. Die ‚New York Post’ geht davon, dass in etwa zwei bis fünf Prozent der Warner-Arbeitsplätze damit gefährdet sind, das sind umgerechnet auf weltweite 3.800 Mitarbeiter zwischen 75 und 190 Stellen die gestrichen werden könnten. Allerdings rechnet man damit, dass nur Jobs außerhalb der USA davon betroffen sind, so die Angaben der ‚New York Post’ unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Informanten.

Aufgrund der Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC konnte man einstweilen auch den ersten Einblick in die neue Planung Blavatniks werfen, der die Unternehmensspitze umstrukturieren möchte. Interessant ist hier vor allem die neue Position von Edgar Bronfman jr. der in Zukunft nicht mehr im achtköpfigen Aufsichtsratgremium sitzen wird sondern in einem dreiköpfigen Gremium, dass die Arbeit der Warner-Acquisition Corp. und Holdings Corp. überwachen und lenken soll. Damit bewahrheitet sich die Gerüchteküche, dass Bronfman sich künftig nicht mehr um die unternehmerischen Geschicke der Warner Music Group kümmern wird, sondern sich auf die Übernahme von EMI Music konzentrieren wird.

Der Vorstand wird sich künftig wie erwartet aus Stephen Cooper als Chairman of the Board, Len Blavatnik als Vice Chairman und Lincoln Benet, Alex Blavatnik, Donald Wagner, Lyor Cohan als Musik-Chef und Cameron Strang als Chairman & CEO von Warner/Chappell zusammen setzen. Komplettiert wird der Vorstand durch sein achtes Mitglied Jörg Mohaupt, der bereits seit 2007 für Access Industries tätig ist.

Bild: © by Korea Business News

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