Grooveshark steht erneut im Visier

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Der amerikanische Streamingdienst Grooveshark steht erneut im Visier diverser Musiker und Labels, denn diese sehen ihre Rechte durch die Streamingplattform verletzt und haben nun in Tennessee eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht. Unter den Klägern befinden sich prominente Autoren und Künstler, unter anderem das ehemalige Grand-Funk-Railroad-Mitglied Mark Farner und Mark Weiss, Komponist von ‚Rhinestone Cowboy’.

Grooveshark unterscheidet sich von herkömmlichen Streaminganbietern, denn während diese ihre Inhalte selbst auf ihrer Website platzieren, kann bei Grooveshark jeder einzelne User mit eigenem Benutzerkonto seine Musik hoch laden. Der hochgeladene Track steht dann für alle anderen Mitglieder ebenfalls frei zur Verfügung. Für Grooveshark ist diese kreative Variante des Filesharings, nach eigenen Aussagen, jedoch nicht illegal. Das sehen allerdings verschiedene Labels vollkommen anders, so dass man nun versucht mit gerichtlichen Schritten seine Rechte zu wahren.

Dem Streaminganbieter wird nicht nur allein die Urheberrechtsverletzung, sondern auch die Beihilfe zu dessen Missbrauch vorgeworfen. In der Anklageschrift heißt es: ‚Die Besucher und Nutzer von Grooveshark verletzen vorsätzlich die Rechte der Kläger’. Denn Grooveshark hat von den Klägern weder eine Lizenz noch die Erlaubnis deren Songs online streamen zu dürfen.

Für Grooveshark wird die Angelegenheit somit zunehmend ernster, denn die Plattform steht derzeit auch mit Universal Music im Rechtsstreit, während man mit EMI Music und Merlin noch eine außergerichtliche Einigung erzielen konnte. Der Grooveshark App wurde indes wieder vom Android-Markt verbannt, nachdem eine Beschwerde der Recording Industry Association of America (RIAA) eingegangen ist.

Bild: © by Grooveshark

Kommentieren