EMI-Verkauf soll vorangetrieben werden

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Branchen News

Die Citigroup scheint nun einen raschen EMI-Verkauf forcieren zu wollen, denn die Banker wollen bereits bis Ende Juli die ersten Angebote vorgelegt bekommen. Eine Entscheidung soll dann bis spätestens Anfang September getroffen werden. Unter Berufung nicht namentlicher genannter Quellen will man bei der ‚New York Post’ wissen, dass die EMI-Eigner seinen Interessenten bis zum 28. Juli eine Frist für das erste Offerte gesetzt haben. Bis zum Labour Day, am ersten Montag im September sollen dann alle Verhandlungen zum Abschluss gekommen sein.

Als die heißesten Kandidaten für die Übernahme werden laut der ‚New York Post’ Access Industries und die Warner Music Group gehandelt, denn Edgar Bronfman j., bisheriger Konzernchef von Warner Music, soll bereits zusammen mit Leonard ‚Len’ Blavatnik, Gründer von Access Industries, an einem attraktiven Angebot basteln. Da Access Industries aber erst vor kurzem Warner übernommen hat, könnte es im Falle eines erfolgreichen Angebots an EMI dazu kommen, dass einer der Musikverlagsarme weiterveräußert werden muss.

Ernstzunehmende Konkurrenten im Kampf um EMI oder zumindest um Teile des Konzerns werden jedoch auch die Vivendi-Musiktochter Universal Music und Sony Music sein. Aber auch BMG und der Joint-Venture-Partner KKR zeigen ernsthaftes Interesse and dem britischen Major. Erst kürzlich hatte Hartmut Ostrowski, Chef von Bertelsmann, verlauten lassen, dass man sich ‚selbstverständlich’ alles genau ansehen werde, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Sollte die Citigroup allerdings wie es derzeit scheint nur an einem schnellen Deal ohne mögliche wettbewerbsrechtliche Probleme abzielen, würde es die Ausgangslage für strategische Bieter erheblich erschweren. Dies würde erneut die Gores-Brüder Alec und Tom mit ihren Beteiligungsgesellschaften The Gores Group und Platinum Equity betreffen, die bereits bei Warner ausgebootet wurden.

Bild: © by Routenote Blog.

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