Apple verbucht beeindruckendes Weihnachtsquartal

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Tech News

Auch wenn der Gesundheitszustand um Apple-Chef Steve Jobs dem kalifornischen Unternehmen momentan Sorgenfalten bereitet ist der Konzern dennoch in Bestform: Im ersten Geschäftsquartal (Ende Dezember) verdiente der Technologiekonzern sechs Milliarden Dollar (ca. 4,5 Milliarden Euro). Das ist fast doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum 2009.

Vergangene Woche präsentierte Steve Jobs die Zahlen der Öffentlichkeit und betonte, dass Apple ein ‚phänomenales Weihnachtsquartal mit Rekordverkäufen bei Mac, iPhone und iPad’ für sich verbuchen konnte. Das Plus liegt bei 78 Prozent, aber auch der um 71 Prozent auf 26,74 Milliarden Dollar (ca. 19,9 Milliarden Euro) gestiegene Umsatz hat die Erwartungen der Analysten bei weitem übertroffen. Die Experteneinschätzungen hatten sich bei etwa 24,42 Milliarden Dollar eingependelt und lagen somit weit dahinter. Auch die Apple-Aktie stieg nachbörslich um zirka ein Prozent.

Davor warf jedoch die erneute Zwangspause aus gesundheitlichen Gründen von Jobs einen Schatten auf das erfolgreiche Unternehmen. Nach dem Feiertag Anfang Dezember lag die Apple-Aktie bei minus fünf Prozent, konnte sich dann jedoch noch bis zum Wochenende bei minus 2,25 Prozent an der US-Technologiebörse NASDAQ einpendeln.

Jobs der im kommenden Monat 56 Jahre wird steht wie kein Zweiter für den unglaublichen Erfolg des Unternehmens: ‚Wir laufen unter Volldampf und wir haben in diesem Jahr einige aufregende Dinge in petto’, so Jobs in seiner Stellungnahme. Brancheninsider rechnen damit, dass in kürze eine neue Version des iPads präsentiert werden wird, denn im vergangenen Quartal wanderte das iPad insgesamt 7,33 Millionen Mal über den Ladentisch. ‚Die Begeisterung für das iPad hält an’, so Peter Oppenheimer Finanzchef von Apple in einer Telefonkonferenz mit Analysten (die Konferenz fand ohne dem Beisein von Jobs statt).

Auch die Kauffreude am iPhone scheint nicht abreißen zu wollen. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen bereits 16,24 Millionen Stück verkaufen – das sind fast doppelt so viele wie noch in der Vorjahresperiode. Nach Angaben von Oppenheimer hätte Apple noch wesentlich mehr verkaufen können, ‚wenn wir sie auf Lager gehabt hätten’. Das Smartphone steht aber nicht mehr ausschließlich im Interessensmittelpunkt für Privatpersonen, denn auch große Firmen wie zum Beispiel die US-Großbank Wells Fargo und das japanische Autohaus Nissan zeigen immer mehr Interesse am iPhone. Damit könnte Apple einen neuen Markt für sich erobern, denn das Firmenkundengeschäft war bis dato die alleinige Domäne von RIM mit seinen BlackBerrys.

Der Verkauf der Mac-Computer pendelte sich bei 4,13 Millionen Stück ein und ergibt somit ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Oppenheimer sieht für dieses Plus vor allem das neue MacBook Air verantwortlich. Aber dennoch bleibt ein Wehrmutstropfen, denn die Verkaufszahlen der iPods gingen um sieben Prozent auf 19,45 Millionen Stück zurück.

Bild: © 2006-2009 Neoformix

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