Apple – eine Erfolgsgeschichte

Written by Bettina Samson. Posted in Alle, CSM Tech News

Blaue Jeans, ein schwarzer Rollkragenpullover und ein dreitages Bart das ist Apple, das ist Steve Jobs, der als lebende Ikone des kalifornischen Erfolgsunternehmen gilt. Zu Beginn der Firmengeschichte, gab es jedoch auch noch einen zweiten Steve, der aber bereits in Vergessenheit geraten ist… …

So war es doch gerade der vergessene Steve Wozniak, der Jobs Mitte der 70er Jahre in den Homebrew Computer Club der Universität Stanford und damit in die Welt des frühen Personal Computing enführte. Wozniak und Jobs haben sich bereits bei Hewlett-Packard kennengelernt, wo Wozniak als Ingenieur der Entwicklung eines wissenschaftlichen Taschenrechners tätig war.

Im Jahr 1976 gründeten die beiden dann mit einem Startkapital von etwa 1.300 US-Dollar Apple Computer. Als erstes Produkt wurde ein von Wozniak entworfener Heimcomputer-Bausatz, unter dem Namen Apple I verkauft, aber der Durchbruch lies noch ein Jahr mit Apple II auf sich warten. Apple II wurde ebenfalls von Wozniak entworfen und hatte vier Kilobyte RAM und ein eingebautes Grafikmodul.

Beide waren jedoch von Beginn an sehr unterschiedlich orientiert, was sich an den Computern ablesen lassen konnte. Wozniaks erster Rechner war eigentlich von Hacker für Hacker gedacht und war auch für Kenner aus günstigen Standarteilen aufgebaut. Apple II hatte auf der Hauptplatine Steckplätze, die von Bastlern und Drittfirmen für Erweiterungsmodule genutzt werden konnten. Außerdem wurde er mit einem eingebauten Disassembler ausgeliefert, ein Programm, dass es jedem User ermöglichte, den Quellcode der Apple-II-Software anzusehen. Jobs hingegen konnte seinerseits nicht viel mit der Hackerszene anfangen, denn der von Jobs entwickelte Macintosh war im Gegensatz zu Apple II ein geschlossenes System und er zeichnete sich auch vor allem durch seine Benutzerfreundlichkeit aus.

Im Jahr 1981 musste sich Wozniak dann aufgrund des Absturzes seines Privatflugzeuges aus dem operativen Geschäft von Apple zurückziehen. Bis 1983 laborierte er an seinen Verletzungen, ehe er wieder in das Unternehmen zurückkehren konnte. Gerade rechtzeitig zum Start des Ur-Macintosh im Jänner 1984. Wozniak hat zwar seine Vollzeitstelle im Konzern nie wieder aufgenommen, ist dem Unternehmen aber bis heute erhalten geblieben und bezieht noch heute ein Gehalt von Apple.

Jobs hingegen wurde im Jahr 1985 von John Sculley entmachtet und musste gehen. Wobei gerade Jobs derjenige war, der Scully im Jahr 1982 mit dem Satz: ‚Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens weiter Zuckerwasser verkaufen oder wollen Sie die Welt verändern’ an Bord holte. Sculley gelang auch zunächst alles. Er zeichnete sich für die Einführung des Macintosh verantwortlich und lehnte es ab Lizenzen an Clone-Hersteller zu vergeben. Unter seiner Führung stieg Apples Umsatz von 600 Millionen auf 8 Milliarden Dollar pro Jahr. Aber die Sculley-Ära brachte auch viele nahezu identische Produkte unter unterschiedlichen Namen auf den Markt. Diese Marketing-Strategie führte zu hohen Produktions- und Marketing-Kosten und zu einer Verunsicherung der potentiellen Käufer. Die unnötige Vielzahl der Produkte und sinkende Profite veranlassten den Apple-Vorstand Sculley zu entlassen.

Im Jahr 1997 kehrte dann Steve Jobs wieder an die Spitze des von ihm gegründeten Konzerns zurück und haltet seit dem die Geschäfte des Unternehmens fest in seiner Hand.

Bild: © newlaunches.com

Kommentieren