D: Blu-ray ist stärker als HD-DVD
Erstellt am 2.7.2007 [admin]
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Bei unseren deutschen Nachbarn scheint die Blu-ray-Disc mehr Anklang zu finden, als die HD-DVD. Nach Angaben der media control GfK wurden seit Anfang des Jahres insgesamt 62.000 Blur-ray-Disc und nur 34.000 HD-DVDs verkauft. Durchschnittlich betrachtet, wurde die Blu-ray je Woche etwa 2.500 Mal verkauft. Seit Jahresbeginn konnte der Umsatz bereits auf etwa zwei Millionen Euro angehoben werden, vermeldet die media control GfK. Die HD-DVD fuhr indes nur einen Umsatz von knapp einer Million Euro ein.
Brancheninsider vermuten, dass die besseren Verkaufszahlen der Blu-ray auf die Veröffentlichung der PlayStation 3 im März 2007 zurückzuführen ist. Nach der Veröffentlichung der PS3 wurden insgesamt 57.000 Stück verkauft. Im Vergleichszeitraum verkaufte sich die HD-DVD 18.000 Mal.
Das war das Donauinselfest 2007
Erstellt am 26.6.2007 [admin]
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Am vergangenen Wochenende fand in Wien mit Regen und Sonne, mit Trauer und Freude das 24. Donauinselfest statt. ‚Ich bin überwältigt über den Publikumszustrom. Am letzten Tag waren es 800.000 Menschen, insgesamt waren an den drei Tagen 2,6 Millionen Besucherinnen und Besucher auf der Insel. Ganz besonders freut mich, dass auch der Sonntag wieder friedlich verlaufen ist’, so der ‚Vater des Donauinselfests’, Harry Kopietz.
Das diesjährige Fest stand ganz im Zeichen des Todes von Georg Danzer. Am Samstag-Abend gab Reinhard Fendrich & Band für und statt Danzer ein bewegendes Konzert. Nach Schätzung der Veranstalter nahmen insgesamt 200.000 Menschen an dem Abschiedskonzert teil. ‚Wir kennen in unserer Branche keinen besseren Weg, einem Kollegen zu gedenken, als mit einem Konzert’, sagte der Fendrich-Moderator Peter Rapp.
Den Besucher erwarteten nicht nur heimische Top-Interpreten, sondern auch zahlreiche internationale Größen, wie zum Beispiel Gianna Nannini, die Sonntags das Inselfest mit einem beeindruckenden Konzert beendete. Außerdem gaben noch Alphaville, aber auch Lucio Dalla ihre Songs zum Besten.
Auf der Ö3-Bühne fand man bekannte Showgrößen wie Zucchero, Juli, SheSays, aber auch die österreichischen Chart-Stürmer Luttenberger Klug. Die FM4-Bühne lockte indes mit einer musikalischen Bandbreite, wie schon lange nicht mehr: unter anderem waren Madsen, Texta & TT Allstars, Boundzound, Gentlemen und Gogol Bordello zu sehen. Im Ö1-Kulturzelt traf man im heurigen Jahr auf Andreas Vitasek, Alf Poier, sowie Hubert von Goisern. Auf der VIVA-Bühne waren Gigi D´Agostino, DJ Novus und DJ Paul van Dyk zu hören. Internationale Klänge ertönten von der Weltmusik-Bühne: mit Antonio Porto genossen die Besucher einen südamerikanischer Abend der Extraklasse.
'Unterhaltung, Kulturgenuss und Freizeiterlebnis - das bunte Programm am Donauinselfest macht die drei Tage zu einem großen Highlight für alle Besucher. Denn für jeden Geschmack und für jedes Alter wird beim größten Freiluftspektakel Europas etwas geboten!’, so Kopietz.
A Tribute to Georg Danzer!
Erstellt am 25.6.2007 [admin]
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Georg Danzer ist im Alter von 60 Jahren vergangenen Donnerstag seiner Lungenkrebserkrankung erlegen. Danzer wurde am Freitag Nachmittag im Beisein seiner Familie und engsten Freunden beigesetzt. Nach seinem ausdrücklichen Wunsch wurde die Nachricht erst zwei Stunden nach seiner Einäscherung von den meisten TV- und Radiostationen bekannt gegeben – leider konnten jedoch einige Berichterstatter der letzten Bitte der Austropop-Legende nicht nachkommen und spekulierten bereits am Freitag Vormittag über Danzers Tod.
Georg Danzer wurde am 07. Oktober 1946 in Wien als Sohn eines Beamten und einer Angestellten einer Gold- und Silberscheideanstalt geboren. Danzer wusste bereits in frühen Kindesjahren, dass er sein Leben der Musik widmen möchte. Nach Drängen der Eltern, inskribierte er dennoch an der Universität für Philosophie und Psychologie, ohne jeden Erfolg – denn der Schurli trieb sich lieber in Parks und Cafés um, anstatt im Hörsaal. Nach längeren Aufenthalten im Ausland widmet sich Danzer 1967 ernsthaft der Musik und beginnt seine ersten ‚Lieder zu schreiben, teilweise irrsinnig verkopfte Sachen – und das machte er letzten Endes bis heute’. Bereits im Herbst 1968 wird seine erste Single ‚Vera’ veröffentlicht. Daraufhin folgen einige Rundfunksendungen, bis sein Plattenvertrag platzt und Danzer wieder von vorne beginnen muss.
Eva-Maria Kaiser entdeckt jedoch sofort sein Talent und Danzer erhält die Chance für fast jeden Sänger, Sängerin und Band, die in Wien tätig sind Texte zu schreiben – unter anderem für Wolfgang Ambros, Marianne Mendt, Erika Pluhar, Margot Werner und Wilfried. Im Jahr 1972 erscheint dann seine selbst gesungene Single ‚Tschik’ die für großes Aufsehen in Österreich sorgt. Man fragt sich ‚Wer ist die Sandlerstimme auf dieser Platte?’, Peter Barwitz, damaliger Ö3 Musikredakteur findet anhand einer Stimmanalyse heraus, dass es sich hier um Danzer handelt. Nach dem die LP ‚Der Tschik’ erscheint, erreicht sie auch in Deutschland Kultstatus. Im Jahr 1975 entdeckte ihn der Musikproduzent Gerd Kämpfe und das erste Projekt der gemeinsamen Zusammenarbeit war die Single über den heute legendären ‚Nackerten im Havelka’ – ‚Jö Schau’. Nach seinem sensationellen Erfolg wird Danzer auch von der englischen Fachzeitschrift ‚Music Week’ für seine Verdienste um die österreichische Popmusik zum ‚Star Of The Year’ gekürt. Zu dieser Zeit verspürt Danzer den immer stärker werdenden Drang nach Deutschland zu ziehen, um zu zeigen, dass er dem Austropop nicht mehr zur Verfügung steht. In Berlin produziert der die LP ‚Unter die Haut’ mit der legendären Danzer-Band (Eberhard ‚Bär’ Wieland, Michael Gechter, Earl Bostic, Frank Lüdeke und Olav Gustafson). Nach der Veröffentlichung von ‚WarWar das etwa Haschisch?’ boykottierten viele Rundfunkanstalten das Lied – dennoch gab es einige gute Kritiken.
Anfang der 80er Jahren nehmen auch erstmals die Österreicher Notiz vom ‚neuen Danzer’ und mit ‚Ruhe vor dem Sturm’ erfährt er dann auch endlich die gebührende Anerkennung als ernstzunehmender Liedermacher. Im Sommer 1984 trennt sich Danzer nach langjähriger Zusammenarbeit von seiner Band und geht mit neuen Musikern ins Studio um einen weiteren großen Hit zu produzieren – ‚Weisse Pferde’. Danach folgt eine schwierige Zeit für Danzer, bei einem Motorradunfall während der Dreharbeiten zu seinem neuen Song, verletzt sich Danzer lebensgefährlich und muss mit der Flugambulanz von Malaga nach Wien transportiert werden. Nach seiner Genesung wartet bereits der nächste Schicksalsschlag auf ihn: zu erst Scheidung von seiner Frau und danach die Finanz-Affäre rund um seinen Steuerberater. Es wird Zeit für eine Veränderung und Georg verbringt die meiste Zeit des Jahres in Spanien - lange Zeit pendelt er zwischen Wien, Hamburg und Spanien.
Anfang der 90er verschlägt es Danzer wieder nach Wien und es folgt zu gleich sein neues Projekt ‚Wieder in Wien’, zusammen produziert mit Franz Christian ‚Blacky’ Schwarz und Jack Fronczek, sowie Peter Cornelius, Marianne Mendt und Wilfried. Das Album zeigt deutlich, dass es den ‚Schurli’ wieder zurück in seine Heimat zieht… ‚Sei imma höflich!’ entsteht und wird Tag und Nacht von den Radiostationen auf und ab gespielt. Im Jahr 1992 heiratet Danzer erneut und sein drittes Kind Jonas kommt auf die Welt. Ein Jahr später wird Georg Danzer, nach Paul McCartney, als zweiter ‚Singer/Songwriter’ das ‚Goldene Ohr’ verliehen und kurz darauf wird sein letztes Kind, Sohn Jakob geboren. Im November 1994 zieht Danzer mit der gesamten Familie dann endlich wieder nach Österreich. Im Jahr 1997 entsteht dann die erfolgreiche Formation ‚Austria 3’ mit Wolfgang Ambros und Reinhard Fendrich. Mit einem Publikum von 200.000 Besuchern wird ‚Austria 3’ zum erfolgreichsten Trio der österreichischen Popgeschichte.
Nach dem sein letztes Album ‚Träumer’ im vergangenen September erschienen ist, erfährt Danzer von seiner Lungenkrebserkrankung. Nach vielen Chemotherapien glaubt man im April, dass sich Danzer wieder am Weg der Besserung befindet. Es folgt das nachgeholte Jubiläumskonzert ‚Georg Danzer & Freunde’ in der Wiener Stadthalle. Viele Besucher sprechen nach dem Konzert darüber, dass ‚es war, als hätte er Abschied genommen’. ’Ich hab´ keine Angst vor dem Sterben. Die Alternative wäre ewig zu leben. Eine ganz furchtbare Vorstellung’, so Danzer in einem Interview Ende April. Mitte Mai erhielt Danzer noch den Amadeus für sein Lebenswerk, allerdings konnte er den nicht mehr persönlich entgegen nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass es dem Künstler zunehmend schlechter ging.
Viele Kollegen trauern nicht nur um einen wichtigen Teil der Austropopgeschichte, sondern vor allem um einen Freund. Sein jahrelanger Weggefährte Joesi Prokopetz bezeichnet Danzer als ‚schnörkellosen Poet’, der ‚post mortem keine große Show abziehen wollte. Das passt zu ihm, das ist Georg’. Mit den Medien und deren Umgang mit Danzers Tod geht Prokopetz jedoch kritisch umher: ‚Ich finde es wunderbar, dass die meisten Medien seinen letzten Wunsch erfüllt haben. Dass auf Ö3 seit Stunden Sondersendungen laufen, ist allerdings ein wenig makaber, da sie ihn in den vergangenen 15 Jahren ignoriert haben. Aber schließlich zählt auch der gute Wille’.
Auch Politiker, wie Kulturministerin Claudia Schmied trauern um den Musiker: ‚Danzer war prägender Musiker und Identifikationsfigur für die österreichische Musik der letzten Jahrzehnte. Seine Lieder und er selbst sind Teil der österreichischen Nachkriegsgeschichte und des Lebens vieler Menschen in diesem Land. Sein Leben voller Höhen und Tiefen war das Leben eines Künstlers, der seine gesamte Leidenschaft seiner Musik widmete. Wir alle trauern um einen ganz großen Menschen und Österreicher.’
‚Ich finde, dass ich die Aufgabe, die man mir gestellt hat, gut erledigt habe. Unter dem Strich habe ich das Beste aus dem bisschen Talent und den Anlagen, die ich mitbrachte, gemacht’.
Georg Danzer über sein (Musiker-) Leben
CD begeisterte Briten am konsumfreudigsten!
Erstellt am 18.6.2007 [admin]
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Der britische Händlerzusammenschluss Entertainment Retailers Association (ERA) darf sich über besonders CD-begeisterte Briten freuen. Der Verband veröffentlichte nun die Zahlen für das vergangene Jahr: 2006 wurden im Durchschnitt 2,7 CD-Alben auf der Grünen Insel verkauft und damit zeigt sich, dass die Briten weltweit am konsumfreudigsten sind. Allein Norwegen und die USA können mit 2,1 Alben im Durchschnitt noch einigermaßen mithalten.
Seit dem die CD im Jahr 1983 auf dem Markt eingeführt wurde, konnten in ganz Großbritannien bereits über 2,86 Milliarden Alben verkauft werden. Aufgerechnet auf die Einwohner bedeutet das 47 Stück pro Kopf. In diesem Zusammenhang verwies Kim Bayley, Generaldirektorin der ERA, auf die weiterhin große Wichtigkeit des stationären Handels. Auch wenn das Downloadgeschäft für mehr Schlagzeilen sorgt, sei der Verkauf von physischen Alben noch immer unangefochten.
Die ERA zählt insgesamt 200 Mitglieder, die in Großbritannien rund 5000 Läden betreiben. Diese 5000 Läden machen 90 Prozent aller Musik-, Video- und Games-Verkäufe in Großbritannien aus. Der Verband wird sich am 28. Juni zu einer Diskussion um weiteres Vorgehen am Markt wieder zusammenfinden.